Unternehmertum

Der Begriff Arbeit in der Arbeit stört mich schon lange. Mit Arbeit verbinde ich etwas Beschwerliches und Mühsames. Doch wie kann man denn dann diese Tätigkeit, der man nachgeht, um sein täglich Brot zu verdienen, tatsächlich anders definieren? Passt der Begriff Arbeit in unserer heutigen Zeit überhaupt zu dem, was wir tun?

Berufung

Ich fühle mich dazu berufen, mein Leben zu genießen und diesen Genuss mit anderen zu teilen. Erst wenn wir das, was wir tun, auch wirklich mit Freude tun, können wir es richtig gut machen.

In der Startup- Kultur begegnet mir oft mit großer Überraschung dieser alte Geist des Arbeitens. Zwar gehen schon viele den Dingen nach, die ihnen in gewisser Weise Freude machen, doch lassen sie sich von der “Arbeit” so schnell gefangen nehmen, dass die Freude ganz schnell verloren geht und auch die schönste Vision mit Härte und Mühe besetzt wird. Jetzt denken vielleicht einige, wenn man was erreichen will, dann muss man sich auch anstrengen, bemühen. Ja, natürlich braucht es eine gewisse Disziplin und Fokus auf das Ziel. Ich denke, dass es viel erstrebenswerter ist, die Freude und den Spaß an der ursprünglichen Sache nicht zu verlieren und die eigene Berufung zum Beruf zu machen.

Arbeit als Abenteuer

Unternehmertum – ein großes Wort, das ich bis vor kurzem immer mit etwas Abstand betrachtet habe – ich bin Gründerin, aber doch noch keine Unternehmerin –  ein großes Wort, bis mir ein Bekannter neulich die Geschichte von einem seiner Freunde erzählt hat, der es gewagt hat, Freitagmittag um 12 Uhr nach Hause zu gehen. Die Kollegen hätten ihn verdutzt gefragt, wie er das machen könne, wenn er doch eigentlich arbeiten müsse. Das hat er ganz einfach beantwortet – ich bin Unternehmer, ich arbeite nicht.

Was steckt also eigentlich hinter diesem Wort – Unternehmertum – beschreibt es alleine die wirtschaftliche Form des Erzeugers oder Inhabers eines Unternehmens?

Mein täglich Brot

In diesem Prozess habe ich für mich festgestellt, ich bin Unternehmerin – in vielerlei Hinsicht. Ich unternehme gerne Dinge, bin neugierig auf die Welt, lerne Neues und liebe es, meiner Kreativität Raum zu geben. Und neben all diesen Dingen begebe ich mich auf die abenteuerliche Reise und gründe ein eigenes Unternehmen. Ein Unternehmen, an dem Unternehmung an der Tagesordnung steht. Für mich steckt in diesem Wort noch so viel mehr – Abenteuer, Schätze und geheime Inseln zu entdecken. Selbst gestalten und Eigenverantwortung für Handlungen, Konsequenzen und Ergebnisse zu übernehmen. Unternehmertum ist Berufung. Berufung ergibt Sinn und Sinn erfüllt das Leben. Auf eine Reise gehen und alles zu unternehmen, was einen dem eigenen Ziel näher bringt. Das ist Unternehmertum – für mich eine sehr moderne Definition der Tätigkeit, der ich nachgehe, um mein täglich Brot zu verdienen und dabei mein Leben mit Genuss zu füllen.

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