Wo ist mein Norden?

In meinem letzten Job erzählte mir eine Kollegin, dass sie morgens aufgestanden ist und das Gefühl hatte, entspannt zu sein und alles im Griff zu haben. Angekommen im Büro kamen ihr schon die ersten Anfragen entgegen: „Das müssen wir noch besprechen.” „Der und der hat angerufen.” „Diese Entscheidung muss bis heute Abend getroffen werden.” Noch bevor die Mittagspause zu Tisch rief, überkam sie ein Gefühl der Überforderung: „Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht.” – so geht es vielen Menschen, die sich im beruflichen Kontext gestresst fühlen. Im Berufsalltag prasselt so vieles auf die Menschen ein, sodass sie nicht wissen, worum sie sich zuerst kümmern sollen. Der Überblick für die wichtigsten Dinge verliert sich schnell, denn alles ist scheinbar wichtig und dringlich und muss sofort erledigt werden.

Wie kann man damit umgehen? Wenn es auch Ihnen so geht, ist es höchste Zeit sich darüber Gedanken zu machen, ob man effizient arbeitet.

Weg von der Effektivitätssteigerung, hin zu immer höherer Effizienz

Effektives Arbeiten ermöglicht es, Ziele unabhängig von der Dauer der investierten Zeit zu investieren. Effizient zu arbeiten bedeutet, das Ziel zu erreichen bei gleichzeitig minimalem Einsatz von Zeit und Ressourcen.

Zu beobachten ist, dass die meisten Menschen ständig die „Uhr” im Blick haben, um immer höhere Effektivität, mehr Leistung, immer mehr in der gleichen Zeit schaffen zu wollen. In Wahrheit werden viele Fässer gleichzeitig aufgemacht und bearbeitet, ohne dass Dinge konsequent abgeschlossen werden. Hier gilt die Devise „stop starting, start finishing.” Also Dinge erst abzuschließen und dann neue Dinge zu beginnen.  Doch mit welcher Aufgabe sollte man beginnen? Was sind die wirklich wichtigen Dinge für einen? Es nützt uns wenig, ständig erfolgreich und effektiv die falschen Aufgaben zu lösen und den Minuten nachzujagen, nur um Jahre mit den falschen Aufgaben und Zielen zu verschwenden. Wirkliche Konzentration kann erst stattfinden, wenn man sich mit einer Sache beschäftigt und die Gedanken sich nur darum drehen. – „ist das jetzt nicht zu dogmatisch gedacht?“ mag man denken. Doch genau darum geht es doch. Es ist die klare Betrachtung einer Sache, die vor einem ist. Beschäftigt man sich mit mehreren Dingen gleichzeitig, zerstreut sich auch die Aufmerksamkeit auf diverse Dinge. Der Fokus fehlt. Doch worauf legt man seinen eigenen Fokus? Und wie?

Seine äußeren Handlungen mit den inneren Bedürfnissen in Einklang bringen

Wir Menschen sind motiviert, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Maslow’s hierarchische Beschreibung der Bedürfnispyramide baut darauf auf, sie nacheinander zu erfüllen. Doch diese Bereiche sind nicht getrennt voneinander zu betrachten. Erst an der Stelle, an der sich Bedürfnisse überschneiden, finden wir ein echtes inneres Gleichgewicht, tiefe Erfüllung und Freude in unseren Handlungen. Wenn das passiert, erleben wir ein Gefühl innerer Leidenschaftlichkeit und handeln im Einklang nach unseren inneren Bedürfnissen. Wir erledigen Dinge mit Leichtigkeit und Freude.

Es gilt nicht mehr zu fragen: „Was sind meine Bedürfnisse?“ sondern weitreichender „Wie erfülle ich mir diese Bedürfnisse?“ Das heißt auch im Umkehrschluss: „Wie steht mein äußeres Leben mit meinen inneren Bedürfnissen im Einklang?” Kurzum: „Was ist mein Kompass? Wo ist mein Norden?”

Verantwortung für unser Handeln übernehmen

Wir glauben daran, dass zwischen einem Reiz (ob innerlich oder äußerlich) und der darauffolgenden Reaktion, also der Handlung, ein Raum liegt. Diesen gilt es auszudehnen und zu reflektieren, denn er bringt ein hohes Potential an Handlungsspielraum mit sich. In diesem Raum kann sich unser Lernraum und damit unsere Entwicklung vollziehen. Darin liegt unsere Freiheit, wählen, reagieren und verändern zu können. Das ist die Grundlage für unseren Lebenskompass, der sich nach unseren wahren Prinzipien ausrichten lässt. Die wichtigsten Fragen, um herauszufinden was in unserem Leben an erster Stelle steht:
Was ist am Wichtigsten?
Was gibt meinem Leben Sinn?
Was will ich in meinem Leben sein und tun?

Diese Fragen können Klarheit über den eigenen Kontext bringen, der für einen sinnvoll erscheint. Denn nur so können wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen und unser Leben so gestalten, wie wir uns das vorstellen und wünschen.

Impulse für den Alltag

Um diesen Fragen nachgehen zu können brauchen wir vorgesehene Zeit und den Raum dafür. Diese darf und sollte man sich in der heutigen Zeit bewusst nehmen. Aussteigen aus dem Hamsterrad und innehalten – Überprüfen – Die eigenen Werkzeuge schärfen. Im ersten Schritt kann man das Thema selbst für sich angehen, indem man z.B. zwei Stunden in der Woche an einem Nachmittag oder Abend im Kalender blockt und sich aktiv mit den eigenen Themen auseinandersetzt. In dieser Zeit gilt es, seine Aufgaben neu zu priorisieren und sich die Frage zu stellen: „sind die Aufgaben, die ich erledigen möchte im Einklang mit meinen inneren Zielen? Wie kann ich das für mich besser priorisieren?”

Im zweiten Schritt kann man den Austausch mit einer vertrauten Person suchen und das Thema im Pair angehen und sich gegenseitig unterstützen.

umweg stellt sich vor…

Der Um·weg /Úmweg/Substantiv, maskulin [der] – Weg, der länger ist als der direkte Weg

Für uns ist ganz klar: Der Weg das Ziel. Nehmen wir eine Abzweigung, so sammeln wir neue Erfahrungen, treffen auf neue Menschen und können lernen, wachsen und eigene Potentiale entfalten. Vielleicht stoßen wir auf diesem Weg auch auf eigene Potentiale, die wir selbst gar nicht vermutet hätten. Wir wollen uns innerhalb unseres Unternehmens stetig weiterentwickeln und sind neugierig auf das, was uns auf dem Weg begegnet. umweg ist dabei viel mehr als nur ein Unternehmen.

Jeder ist Experte

Gewusst wie – viel zu oft schätzen wir Menschen aufgrund eines Erlebnisses ein, stecken sie in Schubladen, aus denen wir sie auch so schnell nicht mehr herauslassen. In dieser Schublade wird es nur schwer möglich sein das eigene Potential voll auszuschöpfen. Wie viele Talente schlummern in Ihrem Unternehmen? Wissen Sie eigentlich, was Ihre MitarbeiterInnen wirklich alles können? In unserem Team vertreten wir die Grundhaltung, dass jeder Mensch Experte ist. Unser crossfunktionales und multiprofessionelles Team ist breit aufgestellt und vereint viele unterschiedliche Kompetenzen, die entscheidend für unseren Fortschritt sind. Diese Einstellung liegt auch unserer Arbeit zugrunde. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch, egal welche erworbenen Qualifikationen oder Zertifikate nachgewiesen werden können, einen Mehrwert liefern kann – mit seinen ganz eigenen Talenten, Fähigkeiten und Kompetenzen.

Ressourcen neu gedacht

Wir als Unternehmen definieren Arbeit neu, lösen Arbeit von individueller Qualifikation und fördern so Individualität in der Arbeitswelt durch stärkenbasiertes und kompetenzorientiertes Arbeiten.
Das Arbeiten in crossfunktionalen Teams und der Einsatz entsprechend individueller Kompetenzen können nicht nur einen Ressourcenmangel ausgleichen, sondern fördern außerdem die Motivation Ihrer MitarbeiterInnen. Wie heißt es so schön: Wer es mit Freude macht, macht es besser. Wir begleiten Unternehmen dabei, am Puls der Zeit zu arbeiten und unterstützen sie, mit den Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Wir öffnen Blickwinkel und Schubladen und entdecken gemeinsam, welche Potentiale in Ihrem Unternehmen und Ihren MitarbeiterInnen stecken. Das ist umweg.