Coach Carter

Coach Carter, ein Film, der mich schon als Kind fasziniert hat. Damals mehr aufgrund des Sports, doch auch da habe ich schon bemerkt, dass ich gerne Großes erreichen möchte. Und um Großes erreichen zu können, braucht man ein Team – für mich stand fest – nur im Team kann man wachsen und besser werden.  Genau das vermittelt Coach Carter, ein sehr charismatischer Mann mit einem festen Ziel vor Augen: Eine Basketballmannschaft zum Erfolg zu führen und dabei den Kids auch noch eine Zukunftsperspektive geben.

Während meiner Coaching Weiterbildung wurde dieser Film immer wieder mit Coaching in Verbindung gebracht. Ganz zu Anfang konnte ich für mich diese Verbindung nicht so recht greifen. Ja, Coaching kommt aus dem Sport, aber das was ich unter Coaching verstanden habe, nämlich Beratung im Kontext von Lebensproblemen, konnte ich im Film nicht so ganz wiederfinden.

Coachinghaltung und Unternehmensinn

Meine Glaubenssätze einmal völlig über Bord geworfen, habe ich mich nach und nach herangetastet, was Coaching eigentlich wirklich bedeutet. Andere groß machen – sich selbst zurücknehmen und das große Ganze dabei im Blick haben. Übertragen wir das auf die Unternehmenswelt, gibt es nur wenige Bereiche, in denen sich eine solche Haltung finden lässt. Warum eigentlich? Woran halten wir fest? Auch hier kann Coach Carter etwas schlaues sagen: “It is our light, not our darkness that most frightens us. Your playing small does not serve the world. There is nothing enlightened about shrinking so that other people don’t feel insecure around you.” Wie können wir es also schaffen, einen jeden/eine jede in unseren aktuellen Arbeitsstrukturen in die eigene Größe zu bringen und auch die Größe anderer zuzulassen?

Eine Frage von Respekt

Eigenlob stinkt – eine Formulierung mit der noch heute viele Kinder groß werden. Wie sollen wir lernen, Vertrauen in unsere Fähigkeiten zu bekommen, wenn uns von allen Seiten eingeredet wird: das gehört sich so aber nicht. Mut zur Größe! Das ist etwas, das Coach Carter vorlebt. Mut zur Größe – das ist der Unterschied zwischen Coaching und Beratung. Ein Coach begleitet dich auf dem Weg, deine eigene Größe zu finden. Und wir brauchen mutige und große Menschen in unserer heutigen Gesellschaft. Nur wer groß denkt und sich auch zutraut, diese Dinge zu tun, der kann letzten Endes etwas bewegen. Und in jedem schlummert etwas Großes, ein Licht, das gesehen werden will.  Coach Carter zeigt, wie wichtig das Team und die Gemeinschaft innerhalb eines Systems sind, um erfolgreich sein zu können – “One person struggles, we all struggle.”

Doch wie kann Gemeinschaft entstehen, wenn wir einander unsere Fähigkeiten und Eigenschaften nicht respektieren und in Kategorien wie stark und schwach unterscheiden? Wie würde wohl eine Welt aussehen, in der wir auf Augenhöhe arbeiten, davon ausgehen, dass jeder eine seine ganz eigene Stärke und Größe einbringt und das System so bereichert? Eine Welt, in der wirklich jeder genau das tun könnte, was ihn begeistert, antreibt, mit Sinn und Freude erfüllt und das volle Potential ausschöpfen lässt?

Unternehmertum

Der Begriff Arbeit in der Arbeit stört mich schon lange. Mit Arbeit verbinde ich etwas Beschwerliches und Mühsames. Doch wie kann man denn dann diese Tätigkeit, der man nachgeht, um sein täglich Brot zu verdienen, tatsächlich anders definieren? Passt der Begriff Arbeit in unserer heutigen Zeit überhaupt zu dem, was wir tun?

Berufung

Ich fühle mich dazu berufen, mein Leben zu genießen und diesen Genuss mit anderen zu teilen. Erst wenn wir das, was wir tun, auch wirklich mit Freude tun, können wir es richtig gut machen.

In der Startup- Kultur begegnet mir oft mit großer Überraschung dieser alte Geist des Arbeitens. Zwar gehen schon viele den Dingen nach, die ihnen in gewisser Weise Freude machen, doch lassen sie sich von der “Arbeit” so schnell gefangen nehmen, dass die Freude ganz schnell verloren geht und auch die schönste Vision mit Härte und Mühe besetzt wird. Jetzt denken vielleicht einige, wenn man was erreichen will, dann muss man sich auch anstrengen, bemühen. Ja, natürlich braucht es eine gewisse Disziplin und Fokus auf das Ziel. Ich denke, dass es viel erstrebenswerter ist, die Freude und den Spaß an der ursprünglichen Sache nicht zu verlieren und die eigene Berufung zum Beruf zu machen.

Arbeit als Abenteuer

Unternehmertum – ein großes Wort, das ich bis vor kurzem immer mit etwas Abstand betrachtet habe – ich bin Gründerin, aber doch noch keine Unternehmerin –  ein großes Wort, bis mir ein Bekannter neulich die Geschichte von einem seiner Freunde erzählt hat, der es gewagt hat, Freitagmittag um 12 Uhr nach Hause zu gehen. Die Kollegen hätten ihn verdutzt gefragt, wie er das machen könne, wenn er doch eigentlich arbeiten müsse. Das hat er ganz einfach beantwortet – ich bin Unternehmer, ich arbeite nicht.

Was steckt also eigentlich hinter diesem Wort – Unternehmertum – beschreibt es alleine die wirtschaftliche Form des Erzeugers oder Inhabers eines Unternehmens?

Mein täglich Brot

In diesem Prozess habe ich für mich festgestellt, ich bin Unternehmerin – in vielerlei Hinsicht. Ich unternehme gerne Dinge, bin neugierig auf die Welt, lerne Neues und liebe es, meiner Kreativität Raum zu geben. Und neben all diesen Dingen begebe ich mich auf die abenteuerliche Reise und gründe ein eigenes Unternehmen. Ein Unternehmen, an dem Unternehmung an der Tagesordnung steht. Für mich steckt in diesem Wort noch so viel mehr – Abenteuer, Schätze und geheime Inseln zu entdecken. Selbst gestalten und Eigenverantwortung für Handlungen, Konsequenzen und Ergebnisse zu übernehmen. Unternehmertum ist Berufung. Berufung ergibt Sinn und Sinn erfüllt das Leben. Auf eine Reise gehen und alles zu unternehmen, was einen dem eigenen Ziel näher bringt. Das ist Unternehmertum – für mich eine sehr moderne Definition der Tätigkeit, der ich nachgehe, um mein täglich Brot zu verdienen und dabei mein Leben mit Genuss zu füllen.

umweg stellt sich vor…

Der Um·weg /Úmweg/Substantiv, maskulin [der] – Weg, der länger ist als der direkte Weg

Für uns ist ganz klar: Der Weg das Ziel. Nehmen wir eine Abzweigung, so sammeln wir neue Erfahrungen, treffen auf neue Menschen und können lernen, wachsen und eigene Potentiale entfalten. Vielleicht stoßen wir auf diesem Weg auch auf eigene Potentiale, die wir selbst gar nicht vermutet hätten. Wir wollen uns innerhalb unseres Unternehmens stetig weiterentwickeln und sind neugierig auf das, was uns auf dem Weg begegnet. umweg ist dabei viel mehr als nur ein Unternehmen.

Jeder ist Experte

Gewusst wie – viel zu oft schätzen wir Menschen aufgrund eines Erlebnisses ein, stecken sie in Schubladen, aus denen wir sie auch so schnell nicht mehr herauslassen. In dieser Schublade wird es nur schwer möglich sein das eigene Potential voll auszuschöpfen. Wie viele Talente schlummern in Ihrem Unternehmen? Wissen Sie eigentlich, was Ihre MitarbeiterInnen wirklich alles können? In unserem Team vertreten wir die Grundhaltung, dass jeder Mensch Experte ist. Unser crossfunktionales und multiprofessionelles Team ist breit aufgestellt und vereint viele unterschiedliche Kompetenzen, die entscheidend für unseren Fortschritt sind. Diese Einstellung liegt auch unserer Arbeit zugrunde. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch, egal welche erworbenen Qualifikationen oder Zertifikate nachgewiesen werden können, einen Mehrwert liefern kann – mit seinen ganz eigenen Talenten, Fähigkeiten und Kompetenzen.

Ressourcen neu gedacht

Wir als Unternehmen definieren Arbeit neu, lösen Arbeit von individueller Qualifikation und fördern so Individualität in der Arbeitswelt durch stärkenbasiertes und kompetenzorientiertes Arbeiten.
Das Arbeiten in crossfunktionalen Teams und der Einsatz entsprechend individueller Kompetenzen können nicht nur einen Ressourcenmangel ausgleichen, sondern fördern außerdem die Motivation Ihrer MitarbeiterInnen. Wie heißt es so schön: Wer es mit Freude macht, macht es besser. Wir begleiten Unternehmen dabei, am Puls der Zeit zu arbeiten und unterstützen sie, mit den Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Wir öffnen Blickwinkel und Schubladen und entdecken gemeinsam, welche Potentiale in Ihrem Unternehmen und Ihren MitarbeiterInnen stecken. Das ist umweg.